Expresssendung, Expresssendungen

Expresssendungen

Eilzustellung / Vermerke International / Post / DHL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eilzustellung / Vermerke International / Post / DHL

Eilzustellung

Mit der Versendungsform Eilzustellung, früher auch Eilbrief und heute Express Brief genannt, erreicht der Absender, dass seine Sendung nicht mit der gewöhnlichen Zustellung, sondern durch einen Eilboten unmittelbar nach Eingang am Auslieferungspostamt/-filiale, dem Empfänger zugestellt wird.

Deutschland

Eilbotensendungen wurden in Deutschland bei der Deutschen Bundespost in der Zeit von 6 - 22 Uhr zugestellt. Wurde eine Zustellung nach 22 Uhr gewünscht, was nur in bestimmten Orten möglich war, so war neben dem Vermerk Eilzustellung (welche oberhalb der Anschrift nach DIN 5008 angebracht wurde) der Zusatz „auch nachts“ notwendig. Das Eilzustellungsentgelt für eine Sendung betrug bei einer Zustellung zwischen 6 und 22 Uhr 7,00 DM, zwischen 22 und 6 Uhr 10,00 DM. Bei Päckchen, Paketen und Postgütern war eine „Schnellsendung“ möglich. Der Absender musste dann auf der Sendung bzw. der Paketkarte den Vermerk „Schnellpäckchen“, „Schnellpaket“ bzw. „Schnellpostgut“ anbringen.

Heute wird dieser Dienst von der Deutschen Post Tochter DHL als Express Brief am nächsten Werktag zugestellt. Daneben bietet DHL auch einen Express Service für Pakete an. Ein Paket erreicht innerhalb Deutschlands den Empfänger am nächsten Werktag auch am Samstag. Hier können sogar bestimmte Uhrzeiten bis wann das Paket zugestellt werden soll angegeben werden, hier in der aufsteigenden Reihenfolge des Preises:

  • Express Service
  • Express vor 12 Uhr
  • Express vor 10 Uhr
  • Express vor 9 Uhr
  • Express Sonn- und Feiertagszustellung

Vermerk bei internationaler Sendung

Die Deutsche Post AG schreibt gemäß der Vereinbarungen im Weltpostverein (UPU) für Sendungen ins nicht-deutsche Ausland vor, dass die Bezeichnung für die Sendungsartzweisprachig zu vermerken ist. Im Allgemeinen auf Deutsch und auf Französisch, ggf. auch in einer im Bestimmungsland allgemein bekannten Sprache.

Im Wesentlichen sind diese Bezeichnungen üblich:

  • Blindensendung / Cécogramme
  • Brief / Lettre
  • Eil International / Exprès
  • Einschreiben / Recommandé
  • Eigenhändig / À remettre en main propre
  • Rückschein / Avis de réception
  • Wert / Valeur déclarée
  • Luftpostleichtbrief / Aérogramme
  • Luftpost / Par avion / Prioritaire
  • Postkarte / Carte postale
  • Postlagernd / Poste restante

Post

Der Begriff Post dient als Sammelbegriff für drei unterschiedliche Bereiche des Postwesens:

  • Unternehmen, die Briefe befördern und zustellen (Postdienstleister), werden als Post bezeichnet, speziell in Deutschland die Deutsche Post AG.
  • Die öffentlichen Geschäftsräume der Postdienstleister (Postamt, Postagentur, Postladen) werden als Post bezeichnet.
  • Die Briefe, Zeitungen und Päckchen, die durch Postunternehmen befördert und zugestellt werden (Postsendungen oder auch Postgut), fallen ebenfalls unter den Sammelbegriff.
  • Traditionelle Gasthäuser werden häufig „Post“ oder mit Zusätzen wie „Zur Post“, „Poststube“ etc. genannt, weil zur Zeit der Postkutschen die logistischen Stützpunkte der „Post“ häufig in Gasthäusern untergebracht waren.
  • Zeitungen wurden zum Teil ebenfalls als „Post“ oder mit entsprechenden Zusätzen wie Leipziger Post bezeichnet.
  • Der Begriff Post ist durch ein 500-jähriges Briefmonopol zu einem allgemeinen Wort der deutschen Sprache geworden. Die „Post“ gehört zu einem funktionsfähigen Gemeinwesen, was seinen Niederschlag auch in Theater, Musik, Malerei und Literatur gefunden hat. Mit der Aufhebung der Monopole für Telekommunikation und Briefe löst sich die enge inhaltliche Beziehung zur ehemals staatlichen Postbehörde.

Die traditionellen Postunternehmen befördern Nachrichten und Kleingüter, Postsendungen und teilweise Personen (in Österreich mit Postbussen). Sie wurden in Europa meist staatlich betrieben, inzwischen sind aber die staatlichen Logistikunternehmen oft privatisiert oder auf dem Weg dahin, so z. B. in Deutschland.

Meist wird auch eine Durchführung von Geldverkehr und Urkundengeschäften (zum Beispiel Identitätsnachweise) vorgenommen. Auch Fax, E-Mail, und andere Dienste werden oft von der Post angeboten.

Der Begriff wird auch für Beförderungsarten aller Art verwendet. So kann unterschieden werden nach

  • dem Betreiber, Besitzer: Staatspost, Landespost, Stadtpost
  • dem Ziel: Inlandspost, Auslandspost
  • dem Zustellungszeitraum: Morgenpost, Abendpost, Spätpost, Nachtpost (heute wird wegen Vorhandenseins schnellerer Kommunikationsmittel meist nur noch einmal täglich zugestellt.)
  • dem Zweck: Dienstpost, Geschäftspost, Verwaltungspost, Wirtschaftspost, Privatpost
  • dem benutzten Transportmittel: Bahnpost, Luftpost, Ballonpost, Kraftpost, Schiffspost, Rohrpost
  • technologischen Aspekten: Anschlusspost, Eilpost, Zubringerpost
  • dem Benutzerkreis: Feldpost, Dienstpost, Kurierpost, im Mittelalter auch Metzgerpost, Post des Deutschen Ritterordens
  • Angaben in Büchern des 19. Jahrhunderts: Fahrpost, Reitpost, Schnellpost.

Auch in den Zeitungen des 17. Jahrhunderts fand sich das Wort Post, wie das Beispiel der Leipziger Post- und Ordinar-Zeitung zeigt. Heute noch gibt es z. B. die Berliner Morgenpost des Axel Springer Verlages.

Im Januar 2006 wurde vom Deutschen Patent- und Markenamt der eingetragene Markennamen '„Post“' zur Löschung freigegeben, den die Deutsche Post AG für sich beanspruchte. Damit wurde eine Entscheidung der selben Behörde vom 3. November 2003 korrigiert.

Situation in Deutschland

1995 wurde die Deutsche Bundespost privatisiert und in die drei Sparten Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG und Deutsche Postbank AG aufgeteilt.

Neben den ehemals staatlichen Postunternehmen gibt es auch private Postdienstleister. Meist handelt es sich dabei um Tochterunternehmen von Zeitungsverlagen, die bereits über eine gute Infrastruktur durch ihre Zeitungszusteller in ihrer Verbreitungsregion verfügen. Auch wird diese Dienstleistung von Kurier- und Logistikunternehmen angeboten, welche sich in einem Verbund zusammengetan haben.

In Deutschland ist das gewerbliche Anbieten von Postdienstleistungen bis 1000 Gramm jedermann erlaubt, wenn er eine Erlaubnis der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen besitzt (§ 5 Abs. 1 Postgesetz). Bis zum 31. Dezember 2007 stand der Deutschen Post AG für Briefsendungen bis 50 Gramm eine Exklusivlizenz zu (§ 51 Postgesetz).

Wer ohne diese Lizenz tätig wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu einer 500.000 Euro geahndet werden kann. (§ 49 Postgesetz)

Postdienste und Logistikdienste

Durch die Umwandlung der ehemaligen Postbehörden in privatwirtschaftliche Gesellschaften stellt sich die Frage, was diese von der Branche der übrigen Transport-, Kurier- und Logistikdienste unterscheidet. Die ehemaligen Staatsbetriebe haben die Pflicht ein flächendeckendes Netz für die postalische Versorgung der Bevölkerung, den sogenannten Universaldienst, zu unterhalten. Der Universaldienst muss sicherstellen, dass jeder Bewohner Postsendungen (Briefe, Zeitschriften, Kataloge und Päckchen) versenden und das dafür notwendige Porto kaufen kann. Außerdem müssen an ihn adressierte Postsendungen werktäglich zugestellt werden. Dies gilt auch für die Bewohner der Halligen, für Bergbewohner, die an manchen Tagen nur mit Skiern erreicht werden können, oder sonstwie abgelegen wohnende Bürger.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Post aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

DHL

DHL International ist ein 1969 gegründeter Paket- und Brief-Express-Dienst, der seit 2002 zum Konzern Deutsche Post AG gehört. Das Unternehmen beschäftigt ungefähr 285.000 Mitarbeiter in 220 Ländern.

Geschichte

DHL Worldwide Express wurde 1969 von Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn gegründet. Aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Gründer setzt sich der Unternehmensname zusammen. Die drei Gründer brachten Frachtpapiere persönlich per Flugzeug von San Francisco nach Honolulu. Die Verzollung der entsprechenden Schiffsladungen konnte so bereits vor dem tatsächlichen Eintreffen der Schiffe beginnen. Durch diesen Zeitgewinn sparten die Reedereien viel Geld. Die Geschäftsidee, die Warenbegleitpapiere vor dem eigentlichen Warentransport zu versenden, begründete den Erfolg dieses Expressdienstes. DHL Worldwide Express unterhielt unter dem Namen DHL Aviation eine eigene Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Brüssel. 2002 wurden sowohl die DHL Worldwide Express als auch die DHL Aviation von der Deutschen Post AG übernommen.

Nachdem 1999 die Deutsche Post bereits die Aktienmehrheit des Speditionskonzerns Danzas übernommen hatte, wurden im Zuge eines Re-Brandings („3D-Integration“) die drei Marken DHL, Deutsche Post EuroExpress und Danzas zu einer weltweit auftretenden Marke DHL zusammengefasst. Das ursprünglich weinrote Logo auf weißem Grund der DHL Worldwide Express wurde zum hellroten Logo auf gelbem Grund, passend zum Corporate Design der Deutschen Post.

Seit 2004 tritt die internationale Geschäftspost der Deutschen Post als DHL Globalmail auf und ist damit das fünfte Geschäftsfeld unter dem gelb-roten DHL-Logo.

Der Datenschutz bei DHL entspricht nicht dem deutschen Standard. So werden zum Beispiel bei Lieferungen in die USA sensible Kundendaten automatisch an die dortigen Sicherheitsbehörden übergeben.

Konzernstruktur

DHL unterhält unter dem Namen DHL Aviation eine eigene Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Brüssel. Ab 2008 soll das europäische Luftfrachtdrehkreuz von Brüssel zum Flughafen Leipzig/Halle verlagert werden; damit sollen dort laut Aussage des Unternehmens direkt 3.500 vorwiegend Teilzeitarbeitsplätze entstehen, indirekt werden bis zu 7.000 Stellen angegeben. Zusammen mit Lufthansa Cargo wurde die Frachtfluggesellschaft AeroLogic mit Sitz in Schkeuditz gegründet, welche 2009 vom Flughafen Leipzig/Halle aus den Betrieb aufnehmen wird.

Das gesamte Fracht- und Express-Geschäft der Deutschen Post wird mittlerweile unter dem Dachnamen DHL betrieben. Mit der Übernahme des britischen Logistikdienstleisters Exel im Jahre 2005 veränderte sich auch die interne Struktur der DHL. Die neuen Geschäftsbereiche sind nun:

  • DHL Express (Express-/Kuriergeschäft)
  • DHL Global Forwarding (Luft- und Seefrachtgeschäft)
  • DHL Freight (Frachtgeschäft im Landverkehr)
  • DHL Exel Supply Chain (Geschäft mit Logistiklösungen für Großkunden – Supply Chain Management, Kontraktlogistik, Fulfillment etc.)

Sponsoring

Seit 2003 sponsert DHL in großem Maßstab die Surf Life Saving Australia.

DHL betätigt sich seit dem 15. Oktober 2005 als Hauptsponsor für den von Porsche entwickelten, und von Penske Racing in der American Le Mans Series eingesetzten LMP2-Prototyp RS Spyder. Zudem engagiert sich die Tochtergesellschaft der Deutschen Post für die gesamte Rennsaison 2006 als Hauptsponsor bei Penske Motorsports.

Seit der Saison 2007 ist DHL Hauptsponsor der Formel 1. Der Sponsorenvertrag endet nach der Saison 2009. Seitdem werden die schnellsten Fahrer mit der DHL Fastest Lap Trophy belohnt. Trophy-Gewinner wird der Fahrer, der am Ende der Saison die meisten schnellsten Runden, die „DHL Fastest Laps“ gefahren ist.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel DHL aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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